Augenblicke

sonniger sonntag.



es scheint, als würde die sonne den ganzen wald in helles, warmes licht hüllen wollen. alles dunkle wird aufgefressen, von dem lächeln, dem schönstem lächeln seit langem.


schöner kann es ja kaum sein. er hat frei, natürlich am sonntag, es ist unglaublich sonniges wetter und plötzlich kommt mir das alles wieder schrecklich idyllisch vor. man schaut aus dem fenster und jeder der tausenden grüntöne verzaubert einen.

und nun wird sich sowieso einiges ändern. ich hab den job in der stadt, kann endlich etwas dazusteuern, komm hier raus und kann dann auch wieder die freie zeit hier draussen geniesen. heute genies ich aber erstmal die stadt. einen tag zurück fallen in das alte leben. die sogar an sonntagen gestressten menschen beobachten, die betonierten wege entlangschlürfen und sich der schnelligkeit des stadtalltags anpassen. heute geht's in die alte heimat. heute, für einen tag, wieder ein bisschen ich sein.

♥ am 26.6.11 10:09


die zeit.



und wenn ich so zurück denk, an die zeit vor dem jetzt, kommt mir das alles noch ziemlich spanisch vor. ich hab so schrecklich viel gewonnen und dafür hergegeben, was mir das liebste war.


fast zwölf. die zeit will einfach nicht rum gehen. ich zähl die minuten, obwohl es noch stunden sind. dann entscheidet sich endlich, ob ich die nächsten wochen nur unnütz in einer wohnung am dorfende verbringen muss oder (bitte, bitte!) ob sich die cafeteria am anderen ende unseres minidorfes mit mir glücklich schätzen darf. nungut, ich hab mir mit geschafftem abi und gut abgeschlossener ausbildung auch etwas anderes vorgestellt.. aber man redet mir immer wieder ein, dass ich noch zeit hätte. zeit..

in letzter zeit hat sich einfach soviel getan. plötzlich sitzt ich, immer stadtkind, in einem gottverlassenem dorf, drumrum nur wiesen und schafe und eine bahnhaltestelle, deren bahn gut fünfundvierzig minuten bis in die stadt braucht. anfangs hab ich die ruhe ja wirklich geniesen können, bin die wiesen hoch und runter maschiert, aber irgendwann kennt man wirklich jeden grashalm in der umgebung mit namen! es ist schrecklich öde und er arbeitet. den ganzen tag.

man stellt sich das ganze immer ganz wunderbar vor. frisch verliebt, die erste gemeinsame wohnung in einem kleinen dorf, zwischen vogelgezwitscher und landluft. es ist nicht wunderbar. die vögel gehen mir morgens auf den geist und die landluft riecht nach schafskacke! ganz einfach.
♥ am 25.6.11 11:57




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